Use of swisstopo data and products with and in OpenStreetMap

As announced in our previous post, from the beginning of this month (March 2021), geodata and products from Federal Office of Topography (swisstopo) have been available on far less restrictive terms than previously.

As I noted then we didn’t have details available at the time so couldn’t comment further on the use of this data in OSM. In the meantime the terms are available and are limited to an attribution requirement which however applies downstream too. In the case of an use in OSM this would require products using our data to display attribution to swisstopo, this might seem to be an easy to fulfil requirement, but our licence specifically allows use that only credits the overall source of the data (that is the OpenStreetMap project). Considering the 100’s if not 1’000’s of 3rd party sources and 1.6 million individual contributors, this makes a lot of sense. But as a consequence this rules out direct use in OpenStreetMap till we have agreed alternative arrangements with swisstopo.

But it isn’t all gloom and doom, we have already agreed that we can make swisstopos high quality orthophoto product „swissimage“ available in OSM editing apps and naturally applications that combine OSM and swisstopo, for example a map with swisstopo derived hill shading, is possible as long as swisstopo is credited.

It will take a bit until configuration updates have reached the major editors, if your favourite one supports custom imagery backgrounds from WMS servers you can add swissimage manually with

https://wms.geo.admin.ch/?FORMAT=image/vnd.jpeg-png8&TRANSPARENT=TRUE&VERSION=1.3.0&SERVICE=WMS&REQUEST=GetMap&LAYERS=ch.swisstopo.images-swissimage&STYLES=&CRS={proj}&WIDTH={width}&HEIGHT={height}&BBOX={bbox}

the above will work for JOSM, for Vespucci replace {proj} with EPSG:3857. The images are from flights in 2017 to 2020 (Map) in some cases we have access to cantonal imagery that is more recent. Please note that use of swisstopo infrastructure is subject to additional terms of use that should be respected.

To keep up with the developments, follow us on twitter @SwissOSM and subscribe to the Swiss OSM community mailing list.

Background aerial imagery ©swisstopo, map data ©OpenStreetMap.

Welcome swisstopo!

Today we are welcoming the Swiss Federal Office of Topography (swisstopo) to the open data community. After many years of free access for consumers, today, finally, it is providing reusable open government data that can be used to build and enrich new applications and datasets.

This is a high point of a development of open data availability in Switzerland in which the cantons have been leading for many years starting with the Canton Solothurn over a decade ago and is now policy in nearly all of them.

What does this mean for OpenStreetMap?

Short term nothing is going to change. While at the time I’m writing this we don’t have access to the final terms of use, we do have a good idea of what the content will be and some of the terms will not be completely compatible with our distribution licence, the ODbL. This rules out direct inclusion in our data, but will allow use as reference data for quality assurance. We are negotiating with swisstopo for compatible access terms, just as we have previously done for the municipality administrative boundaries way back in 2011 and more recently for use of the GWR address data and expect these issues to be resolved soon.

The most interesting data for us right now is access to swisstopos „swissimage“ aerial imagery. This will at last provide us with good coverage in Switzerland’s mountainous regions, something that has been sorely missing from the global orthophoto mosaics.

To keep up with the developments, follow us on twitter @SwissOSM and subscribe to the Swiss OSM community mailing list.

Map image ©swisstopo

JOSM Plugin erhält DINAcon 2020 Award!

Die Pokale der DINAcon 2020 Awards
(Source: DINAcon.ch 2020)

Am vergangenen Freitag 23. Oktober 2020 fand die DINacon 2020 statt – leider nur virtuell wie alle Konferenzen in dieser Zeit. Die DINAcon steht für “Digitale Nachhaltigkeits-Conference” und steht unter der Patronage des Vereins CH Open. An diesem Event werden zukunftsweisende Projekte und Ansätze aus den Open Source und Open Data Communities, aus der öffentlichen Verwaltung und der Wirtschaft vorgestellt, diskutiert und prämiert.

Auf dem Programm stand unter anderem auch eine Session zur Studie “Public OSM Partnership” (POP-Studie) von Stefan Keller.

Und wieder wurden die DINAcon Awards vergeben. Auf der Shortlist stand u.a. die Defikarte der Schweiz (www.defikarte.ch) in der Kategorie “Community Award” und ein JOSM Plugin in der Kategorie “Best Newcomer Award”.

DINAcon 2020 Best Newcomer
Trailer – DINAcon 2020 Best Newcomer Project – Shortlist. (Quelle: DINAcon.ch 2020)

And the winner is…

Gewonnen hat schliesslich das JOSM Plugin in der Kategorie “Best Newcomer“! In dieser Kategorie werden “Open Source-Projekte geehrt, die nicht älter als drei Jahre sind und spannende neue Ansätze bieten”.

Das JOSM Plugin NeTEx Converter

Beim JOSM Plugin “NeTEx Converter”, handelt es sich um ein Projekt für den JOSM-Editor, das Informationen über den öffentlichen Verkehr – d.h. die Infrastruktur von Bahnhöfen – von OSM in diese standardisierte XML-Struktur bringt und exportiert. Die NeTEx/XML-Datei kann dann in verschiedenen Applikationen weiterverarbeitet werden. Der Hauptentwickler ist Labian Gashi. Er ist Student im Masterprogramm Computer Science an der HSR Rapperswil (nun OST Campus Rapperswil). Betreut wurde die Arbeit von Stefan Keller sowie von Spezialisten der SBB.

Es ist schön, dass eine weitere OpenStreetMap-Technologie von dieser Open Source/Open Data-Konferenz ausgezeichnet wurde. Schon 2019 hat das Projekt OpenSchoolMaps in der Kategorie “Best Open Education Project” den Pokal gewonnen (wir berichteten hier auf SOSM.ch).

Weblinks

Schweizer Burgentag 2020: Tipps

Am Sonntag 4. Oktober ist Schweizer Burgentag 2020!

Nutzen Sie diesen Tag für eine Herbstwanderung der besonderen Art: Besuchen Sie eine Burgruine in der Nähe!

Burgen sind sichtbare Zeugen des Mittelalters. Einige haben etwas Symbolisches an sich, andere etwas Düsteres, und wieder andere bieten einfach eine schöne Aussicht und einen Picknickplatz. Und meistens liegen sie an bester Lage oder im schönen Wald.

Das Tagesprogramm bestimmt jeder selber

Das Programm des Burgentags – mit Ziel, Rastplätzen und Route – bestimmt jeder selber, so wie das in unserem Blog-Post angekündigt wurde.

Falls Sie sich nicht für ein Ziel entscheiden können, haben wir von der Swiss OpenStreetMap Association (SOSM) einige Burgen für Sie herausgepickt und auf der Burgentag-Karte zusammengestellt. Wie immer gilt beim Spazieren und Wandern: Die Hinweistafeln beachten und der Burg und der Natur mit Respekt begegnen, d.h. beispielsweise keinen Abfall hinterlassen.

Wer lieber ein Schloss besichtigen will, dem sei der gleichzeitig stattfindende Schweizer Schlössertag empfohlen, bei dem von 10 bis 17 Uhr einige Schweizer Schlösser ihre Tore öffnen.

Die Burgentag-Karte hilft

Schauen Sie auf folgende eigens für den Burgentag 2020 zusammengestellte Karte, die auf Basis von offenen Daten des OpenStreetMap-Projekts realisiert wurde. Sie zeigt über 330 frei zugängliche Burgruinen. Die nächste Burg liegt meist näher als man denkt. Im Umkreis von zehn Kilometern gibt es meist so um die 20 Stück. Auf der aktuellen Burgen-Dossier-Karte kann man dies nachzählen. Dort sind sämtliche schätzungsweise tausend Schweizer Burgen, Burgruinen und Burgstellen eingetragen.

Abbildung: Burgentag-Karte 2020, eine Web-Karte ausgewählter Schweizer Burgen (Quelle: Daten OpenStreetMap, Karte CC-BY-SA). [Grössere Karte ansehen]

Der Foto-Challenge

Auf der Burgen-Dossier-Karte bzw. in Wikimedia Commons fehlen noch einige Fotos von Burgen und Schlössern. Darum gibt es auch einen Foto-Challenge zum Hochladen fehlender Fotos. Die Challenge ist einfach: Man arbeite diese Liste von Schweizer Burgen-Objekten ohne Bilder ab und lade die Fotos nach Wikimedia Commons hoch, z.B. mit dem dort angegebenen Link. Für jedes hochgeladene Foto gibt es einen Beitrag z.B. auf Twitter mit dem Hashtag #BurgenDossier.

Jede/r kann mithelfen freies Wissen zu verbessern

Helfen Sie mit, die OpenStreetMap-Karte zu verbessern. Falls Sie einen Vorschlag dazu haben oder einen Fehler finden, können Sie das auch einfach mit Rechtsklick (bzw. ‚‘Long Press’) auf der Karte von OSM.org tun. Auch der Verein Wikimedia CH bietet verschiedene Möglichkeiten, sich am freien Wissen auf Wikipedia zu beteiligen.

Burg Königstein im Kanton Aargau

Diese Burg mit “König” im Namen ist heute eine frei zugängliche Ruine. Laut einer Sage soll der Burgherr seine Bauern dazu genötigt haben, ihm viel Leder zu liefern, woraus er eine Hängebrücke zum Achenberg bauen liess. Darüber wollte er seine Geliebte besuchen…

Lesen Sie auf Wikipedia weiter, was dem Despoten dabei passiert ist! Oder suchen Sie auf der Burgentag-Karte den benachbarten Achenberg im Osten der Burg.


Screenshot der Burgentag-Karte. (Bildquelle: © uMap – OpenStreetMap)

Burg Kastelen im Kanton Luzern

Die im dreizehnten Jahrhundert von den Grafen von Kyburg erbaute Burg, hat einen öffentlich zugänglichen Aussichtsturm. Und gleich daneben gibt es einen Sodbrunnen, also ein von Hand gegrabener Schachtbrunnen. Mit seinen 57 Metern ist er der Tiefste seiner Art in der Schweiz!

Erkunden Sie die Burg auf der Burgentag-Karte oder auf der Burgen-Dossier-Karte.


Burgentag-Karte ansehen (Bildquelle: Wikimedia Commons, CC-BY-SA)

Burg Radegg im Kanton Schaffhausen

Von dieser Burg stammt die Sage von einem Ritter, der auf der Burg gelebt haben soll. Seine Frau starb bei der Geburt des ersten Mädchens, das sie Kätterli nannten. Danach verlor der Ritter jeden ritterlichen Anstand. Er fiel plündernd über die Gegend her und liess Gefangene im Burgverliess schmoren. Das liebe Kätterli verpflegte sie. Unter den Gefangenen war auch ein italienischer Adeliger, der sich in sie verliebte…

Lesen Sie auf Wikipedia weiter, was mit Kätterli passierte.


Burg Radegg auf der Burgentag-Karte ansehen. Falls Sie ein weiteres Foto des “Tatorts Burg Radegg” haben, machen Sie doch mit beim oben beschriebenen Foto Challenge. (Bildquelle: Wikimedia Commons, CC-BY-SA)

Burg Wartenstein im Kanton Bern

Der Name leitet sich ab vom Wort „Warte“ und bedeutet „Stein, von dem Ausschau gehalten wird“. Zu dieser Burg bei Lauperswil (BE) erzählt man sich folgende Sage: Der letzte Burgherr von Wartenstein soll während der Belagerung durch die Berner seinen Familienschatz in den Sodbrunnen geworfen und sich dann in voller Rüstung mit Tochter und Ross über die Felsklippen gestürzt haben. Bis heute soll ein grosser Schlosshund den Schatz bewachen. Wenn die Kirchenglocke von Lauperswil eine Stunde nach Mitternacht schlägt, verlässt er seinen Platz und verschwindet. Der Schatz wurde bis heute nicht gefunden – und hier endet die Geschichte.

Entdecken Sie die steilen Felsklippen auf der Burgentag-Karte? Auf der Ostseite der Burg soll sich besagter Sodbrunnen befinden. Wer den Brunnen lokalisieren kann, der möge ihn doch hier auf OpenStreetMap direkt einzeichnen (Stichwort “water_well”). Und man sei gewarnt: vorsichtig sein bei den Felsklippen!

Übrigens: es gibt noch eine gleichnamige Burg Wartenstein bei Pfäfers im St. Galler Rheintal, die ebenfalls frei zugänglich ist.


Burgentag-Karte ansehen (Bildquelle: Wikimedia Commons, CC-BY-SA)

Ruine Alt-Regensberg in Zürich

Die Burg wurde wahrscheinlich als Stammsitz der Herren von Regensberg um 1040 gebaut. Die Regensberger Burgherren waren ein einflussreiches Geschlecht und gründeten unter anderem die Kloster Fahr und das untergegangene und fast vergessene Städtchen Glanzenberg. Heute sieht man nur noch die Grundrisse der Burgruine mit dicken Mauern und ebenfalls ein Sodbrunnen.


Burgentag-Karte ansehen, CC-BY-SA.

Weitere frei zugängliche Burgruinen

Nachfolgend sind weitere frei zugängliche Burgruinen aufgeführt mit direktem Link zur Burgentag-Karte.

Burgruine Vordere Wartenberg in Basel-Land


Burgenkarte ansehen (Bildquelle: Wikimedia Commons, CC-BY SA)

Burgruine Neu-Falkenstein in Solothurn


Burgenkarte ansehen (Bildquelle: Wikimedia Commons, CC-BY SA)

Burgruine Hohen Rätien in Graubünden


Burgenkarte ansehen (Bildquelle: Wikimedia Commons, CC-BY-SA)

Ruine Castell im Thurgau


Burgenkarte ansehen (Bildquelle: Wikimedia Commons, CC-BY-SA)

Burg Blatten in St. Gallen


Burgenkarte ansehen (Bildquelle: Wikimedia Commons, CC-BY-SA)

Ruine Vorburg im Glarus


Burgenkarte ansehen (Bildquelle: Wikimedia Commons, CC-BY-SA)

Burgruine Rosenberg in Appenzell Ausserrhoden


Burgen-Dossier-Karte ansehen (Bildquelle: Wikimedia Commons, CC-BY-SA)

Ruine Gesslerburg im Kanton Schwyz


Burgenkarte ansehen (Bildquelle: Wikimedia Commons, CC-BY-SA)

Burgruine Wildenburg im Kanton Zug


Burgenkarte ansehen (Bildquelle: Wikimedia Commons, CC-BY-SA)

Für die weiteren Kantone (AI, BS, OW/NW, GE, JU, FR, NE, UR, TI, VD, VS) gibt es nebst der Burgentag-Karte und der Burgen-Dossier-Karte auf Wikipedia eine Liste von Burgen und Schlössern in der Schweiz.

Schweizer Schlösser- und Burgentag Sonntag 4. Oktober 2020

Am Sonntag, 4. Oktober 2020, laden 25 Schweizer Schlösser zum 5. nationalen Schlössertag ein. Ihre Tore und Zugbrücken werden dann von 10 bis 17 Uhr offen sein für ein abwechslungsreiches Programm. Also – hereinspaziert!

Die Vereine Wikimedia CH und Swiss OpenStreetMap Association (SOSM) ergänzen den Anlass mit einem Schweizer Burgentag 2020. Kleine und grosse Mittelalter-Begeisterte sind herzlich eingeladen, eine Burg oder eine Burguine auf eigene Faust zu entdecken. Das Programm dazu bestimmr jeder selbst. Jede Burg hat eine Geschichte und viele haben etwas Mystisches an sich. Und oft hat es in der Nähe eine Feuerstelle. Informieren Sie sich dazu mit folgenden Hinweisen:

  • Karte mit ausgewählten Burgstellen (siehe Abbildung unten)
  • Eine Foto-Challenge zum Hochladen fehlender Fotos von Burgen.

Abbildung: Interaktive Online-Karte ausgewählter Burgstellen (realisiert mit uMap und mit OpenStreetMap-Daten). [Grössere Karte ansehen]

Die Foto-Challenge ist einfach: Man arbeite diese Liste von Burgen-Objekten ohne Bilder ab und lade die Fotos nach Wikimedia Commons hoch! Für jedes hochgeladene Foto gibt es einen Beitrag z.B. auf Twitter mit dem Hashtag #BurgenDossier. Das Foto ist dann meist sofort sichtbar auf der Burgen-Dossier-Karte.

Die interaktive Online-Karte ausgewählter Burgstellen zeigt eine handverlesene Auswahl von Burgen der Schweiz, die frei zugänglich und einfach erreichbar sind. Je nach Burg kann sie bis zu einem Kilometer (also ca. 20 min.) oder mehr von der nächsten ÖV-Haltestelle oder Parkplatz entfernt sein. Bitte die Hinweistafeln und der Natur mit Respekt begegnen (z.B. vor dem Feuer machen die Waldbrandgefahr in der Region prüfen, auf Zecken achten, keinen Abfall hinterlassen).

Die Karte enthält nur einen kleinen Teil der Burgen und Schlösser, wie sie im Burgen-Dossier Schweiz verwaltet werden. Das Burgen-Dossier verknüpft offene Daten direkt von den vier Open Data-Projekten OpenStreetMap, Wikipedia, Wikidata und Wikimedia Commons (Fotos).

Der Schweizer Burgentag 2020 wurde vom Verein SOSM und von Wikimedia CH initiiert. Der Event wird freundlicherweise auch unterstützt vom Schweizerischen Burgenverein. Wir danken dem Verband Die Schweizer Schlösser für das Einverständnis, die beiden Aktionstage Schweizer Schlössertag und Burgentag 2020 miteinander zu verknüpfen.

Anfragen und Kontakte:
Verein SOSM, Stefan Keller
Wikimedia CH, Kerstin Sonnekalb

Defikarte: Eine Karte fürs Leben

Das im Mai 2020 gestartete Projekt „Defikarte“ (https://defikarte.ch/) hat in kurzer Zeit viel Aufmerksamkeit erlangt. Um mehr darüber zu erfahren, haben wir mit dem Initiant, Entwickler und Betreiber, Christian Nüssli, geredet.

Kannst du erklären, was Defis sind?

Defibrillatoren – auch genannt AEDs oder kurz „Defis“ – sind Geräte zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen durch Abgabe von Stromstössen. Man unterscheidet hier zwischen professionellen und Laien-Geräten. Die Laien-Geräte sind so gebaut, dass diese von jeder Person bedienbar sind. Deswegen spricht man von automatisierten externen Defibrillatoren (AED).

Wie bist du darauf gekommen, eine Defikarte zu machen?

Ich habe selber viel Freude am Mappen und den Möglichkeiten, die uns offene Kartendaten bieten, bekommen. Ich wollte OpenStreetMap (OSM) besser kennenlernen und Tools, die es gibt, um Daten zu erfassen oder zu analysieren, selber beibringen oder austesten. Da ich selber einfacher lerne, wenn ich dies mit einem praktischen Beispiel verbinde, habe ich mir ein Themengebiet gesucht, dass mir sinnvoll erschien. So bin ich bei den Defibrillatoren gelandet und habe mich voll auf das Thema konzentriert. Mein beruflicher Hintergrund half mir dabei auch noch, dieses Thema auszuwählen. Als ich dann andere Kantone bereiste, fiel mir auf, dass in einigen Kantonen die Defis sehr gut beschrieben sind, zum Beispiel an Ortseingängen, in anderen Kantonen gar nicht. Also dachte ich daran, eine schweizweite Übersichtskarte mit Hilfe von OSM zu machen.

War es einfach, diese Karte zu entwickeln?

Da die OSM-Community und freie Entwickler schon sehr viele gute Tools bereit hielten, war der Aufwand sehr überschaubar. Für die Hintergrundkarte und die Anzeige der Defis nutze ich uMap, für die Datenabfrage Overpass. Beide Services werden auf Servern von SOSM betrieben. Das motivierte mich auch in diesem Verein mitzumachen und meinen Beitrag zur Schweizer Community zu leisten. Ich versuche mich dort aktiv einzubringen. Ansonsten habe ich das Webseiten-Template selber programmiert und alles zusammengebracht. So entstand dann die Defikarte.ch. Es hat mich sehr gefreut, dass diese Domain noch frei war und ich diese nutzen konnte. Die Wiedererkennbarkeit der Karte war mir sehr wichtig.

Wie werden Defibrillatoren gemappt?

Ich achte darauf, alle Defis gleich zu mappen, vor allem die, die ich selber eintrage. Wenn ich über Defis stolpere, versuche ich gleich alle Tags (Attribute), die ich auch in der Karte anzeige, zu mappen. Von Grund auf verwende ich folgende Tags:

TagValue
emergencydefibrillator
defibrillator:locationOrt des Defibrillators
descriptionBeschreibung zum Defibrillator,
alles was nützlich ist
opening_hours24/7
effektive Öffnungszeiten Leer wenn unbekannt
accessyes/no/leer
phone144
emergency:phone144
Tabelle: Tags für einen Defibrillator-Standort.

Ich plane derzeit eine Seite nur dem Thema „How to Map a Defi“ zu entwickeln, welche ich auf der Karte sowie im OSM-Wiki anzeigen werde.

Du hast auf der Karte einen Knopf mit dem man Fehler oder fehlende Daten melden kann. Bekommst du viele Meldungen?

Am Anfang als die Karte die Runde machte, erhielt ich etwa 30 Meldungen am Tag. Da dies während der Corona-Massnahmen stattfand und ich dann auch noch Urlaub hatte, konnte ich die Menge gut bewältigen.

Hast du Werbung gemacht, dass du so viele Rückmeldungen
erhalten hast?

Meine Werbung war eigentlich nur ein Post auf meiner Facebook Seite und in zwei rettungsdienstlichen Foren. Danach ging alles andere via Mund-zu-Mund Propaganda von selbst. Seit Kurzem betreibe ich zusätzlich noch eine Facebook-Seite für diese Karte. Es meldeten sich lokale Zeitungen bei mir für Interviews, was mich sehr freute und auch stolz gemacht hat. Ich hätte nie mit so einem Ansturm gerechnet.

Musst du viel Zeit investieren, um die Anfragen abzuarbeiten?

Es hängt sehr davon ab wie die Qualität der Meldungen ist. Diese sind recht unterschiedlich. Manche kommen mit Koordinaten, genauen Angaben, Öffnungszeiten usw. Andere sind sehr vage, dann muss ich mit Recherchen beginnen oder die Betreiber anschreiben. Das kostet mehr Aufwand, mir ist es aber wichtig, dass die Daten eine gewisse Qualität haben.

Konntest du auch schon Leute motivieren, die Defis selbst einzuzeichnen?

Ja, es haben sich schon einige User gemeldet, welche selber Defis eingetragen haben von sich aus und einfach eine Kontrolle wollten. Ich hoffe, mit der „How to map a Defi“-Seite noch mehr Leute zu motivieren OSM zu nutzen, auch für Anderes. Um die Hürde Defis zu melden möglichst klein zu halten finde ich es aber auch nicht so schlimm, die Defis selber einzutragen.

Hast du die Nutzungsstatistik mal analysiert? Wenn ja, gibt es da interessante Beobachtungen?

Ich habe keine Tools wie Google Analytics oder so in die Webseite eingebaut. Ich kenne nur den Traffic der Seite (d.h. Anzahl der Seiten-Aufrufe) und beobachte einen ansehnlichen Anstieg bei der mobilen Nutzung. Ich weiss aber, dass die Karte teilweise bereits in Notrufzentralen im Einsatz steht, was ich eine sehr schöne Nutzung der Karte finde.

Hast du schon ein nächstes Projekt?

Ich bleibe bei der Thematik „Defis“ und möchte noch mehr für Mobiles tun. Ich setze dabei auf eine Mobile-App-Entwicklung. Mit einem Kollegen zusammen wollen wir damit demnächst ein App realisieren. Es bleibt also spannend…

Nachtrag: Inzwischen wurde eine Kerngruppe Notfallorganisationen gegründet. Weitere Mitglieder sind gerne willkommen!

Neuer Hostingstandort bei Init7

Wie bereits an der letzten Vereinsversammlung der Swiss OpenStreetMap Association – kurz SOSM – bekanntgegeben, haben wir nun zusätzlich zur bestehenden Infrastruktur einen neuen, physischen Server, welchen wir kürzlich in Betrieb nehmen konnten.

Vielen Dank an Init7 für das Sponsoring des neuen Hosting-Platzes mit Traffic für diese Hardware.

Init7

Der neue Server ermöglicht es uns, die verschiedenen von SOSM für das Publikum bereitgestellten OSM Karten, weltweit und mit sehr hoher Auflösung darzustellen.

GV online 16. Mai 2020, 11:00

Teilnahme und Abstimmungen online (BigBlueButton, link wurde per mail an die Mitglieder versandt.)

  1. Eröffnung und Begrüssung
  2. Wahl des Protokollführers & der Stimmenzähler
  3. Annahme des Protokolls der GV 2019
  4. Tätigkeitsbericht 2019
  5. Jahresrechnung 2019
    • Bericht des Kassiers
    • Bericht der Kassenprüfer
  6. Entlastung des Vorstandes
  7. Mitgliederbeiträge 2020
  8. Budget 2020
  9. Statutenänderung
    • Einführung der Ehrenmitgliedschaft
  10. Ernennung von Ehrenmitglieder
  11. Wahlen
    • Vorstand
      Kandidaten für alle Positionen sind willkommen. Alle bisherigen
      Vorstandsmitglieder stellen sich zur Wiederwahl.
    • Kassenprüfer
  12. Varia

«Bleibtoffen» zeigt nun auch Hotels an

Ein Unterschied zwischen der Schweiz und anderen Ländern während der Pandemie liegt darin, dass in der Schweiz die Hotels geöffnet bleiben dürfen. Einige haben trotzdem geschlossen. Aber es gibt rund 400 Hotels, die zum Teil mit Einschränkungen offen geblieben sind – oder jetzt wieder öffnen.

„Bleibtoffen“ unterstützt nun die Anzeige sowohl offener als auch geschlossener Hotels. Und wenn Ihr Betrieb offen ist oder Sie wissen, dass ein Hotel oder sonst ein Geschäft offen ist, aktualisieren Sie doch die Daten gleich jetzt auf bleibtoffen.

«Bleibt offen» – Die Karte aller Geschäfte, die weiterhin geöffnet sind #COVID19

Die Kartendienst bleibtoffen.ch erlaubt es allen, offene Geschäfte zu finden und Informationen über geöffnete Orte mit wenigen Klicks zu teilen. Der neue Dienst basiert auf dem Gemeinschaftsprojekt OpenStreetMap. Jedermann kann bei bleibtoffen.ch auch Änderungen melden. Diese Informationen fliessen dann direkt in OpenStreetMap ein – zusätzlich zu den vielen Freiwilligen, die täglich OpenStreetMap sonst schon ergänzen.

Bleibt offen – Apotheke, Bäckerei & Co.
Die Karte aller Geschäfte, die weiterhin geöffnet sind. Suche & melde offene Geschäfte in deiner Umgebung!

Ein Kommunikationsinstrument für Behörden und Standortförderer

In Frankreich gibt es bereits einige Städte wie Lion und Gemeinden wie Montrouge, die „Bleibt offen“ (auf französisch «ça reste ouvert») als Kommunikationsmittel bei der Bewältigung der Covid19-Krise einsetzen.

Darum, liebe Behörden und Standortförderer: Informieren Sie Ihre Bürger und Firmen über dieses nützliche Instrument beim Umgang mit und der Eindämmung von Covid19!

Mehr dazu gibt es im Blog-Post von bleibtoffen.org zu lesen. Hier geht’s direkt zu bleibtoffen.ch. Für Fragen stehen wir von SOSM gerne zur Verfügung (siehe Kontakt).